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Gründungsgeschichte

Folgender Brief, den wir - die Familie und Freunde von Ruth - im Jahre 2016 verfasst haben, um unser damaliges Projekt zu beschreiben, erklärt unsere Motivation. Dieser Antrieb führte im Jahr 2017 auch zur Gründung des Fördervereins, um die Schwestern bei ihrem Bestreben, den Waisenmädchen im Waisenhaus St. Agnes ein Zuhause zu bieten, unterstützen zu können.

 

Im Andenken an Ruth Afeworki

Projekt: St. Agnes Waisenhaus Keren/Eritrea

 

Im Andenken an unsere liebe Ruth möchten wir, die Familie und Freunde von Ruth, ein Projekt starten, das junge Mädchen, die in einem Waisenhaus in Keren/Eritrea leben, unterstützt.

 

Wir alle kennen Ruth als starke Persönlichkeit, die trotz mehrerer, schwerer Schicksalsschläge in ihrem jungen Leben mit unglaublicher Kraft alles meisterte und dabei nie die Hoffnung und vor allem ihre Lebensfreude verlor.

 

Sie hatte immer ein Lächeln auf ihren Lippen und wer ihr nicht besonders nah stand, konnte überhaupt nicht ahnen, wie schwerkrank sie über die vielen Jahre war.

 

Es gibt viele Parallelen aus Ruths Leben zu den jungen Mädchen, die im St. Agnes Waisenhaus leben, das von den St. Anna Schwestern in der katholischen Eparchie in Keren geleitet wird.

 

Das Leben der jungen Waisen ist ebenfalls geprägt von schweren Schicksalsschlägen. Sie haben ihre Mutter oder ihren Vater, im schlimmsten Fall beide Elternteile verloren. Dadurch, wurden ihnen nicht nur die Liebe, Wärme und Geborgenheit des elterlichen Zuhauses entzogen, sondern auch viele Möglichkeiten, die hier für uns als selbstverständlich gelten, wie der Besuch einer öffentlichen Schule. Einige Mädchen bedürfen aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen besonderer Zuwendung.
 

All diesen Bedürfnissen widmen sich die St. Anna Schwestern im St. Agnes Waisenhaus, das bereits 1878 errichtet wurde und seither mehreren hundert Kindern als Heimat und Hort des Schutzes offen stand. Die Einrichtung hat über all die Jahre den Unabhängigkeitskrieg, Dürrekatastrophen, Hunger und Armut überstanden und konnte vielen Waisenkindern eine gesicherte Kindheit bieten.
 

Seit einigen Jahrzehnten steht das Waisenhaus aufgrund knapper finanzieller Mittel nur noch Mädchen zur Verfügung.

 

Durchschnittlich befinden sich 25 Mädchen im St. Agnes Waisenhaus, die in familiärer Atmosphäre von den St. Anna Schwestern betreut werden. Sie erhalten Nahrung, Kleidung und eine gute Schulausbildung. Den Wunsch, weitere Kinder aufnehmen und versorgen zu können, drückt Schwester Kibra deutlich aus und schildert, dass die schwierige Lage vor Ort nur mit externer Hilfe und Unterstützung zu meistern sei.

 

Anliegend noch ein Brief von Abba Uqbagaber, dem Generalvikar der Eparchie Keren, der die Geschichte der Entstehung des St. Agnes Waisenhauses in Keren schildert und Hintergrundinformationen über die aktuelle politische und wirtschaftliche Lage in Eritrea liefert. Vor allem geht aus seinem Brief hervor, dass die Eparchie darum kämpft, dass das Waisenhaus, das in der Region so eine wichtige Bedeutung hat, nicht geschlossen wird.
 

Wir möchten im Sinne von Ruth diesen jungen Mädchen, die in jungen Jahren so viel Leid erfahren mussten, die Lebensfreude schenken, die sie verdienen und die wir so sehr an Ruth geschätzt haben.
 

Vielen Dank für euren Beitrag & eure Unterstützung!

 

Alganesh & Afeworki

 

mit Familie & Freunden